Ein Abschied und ein Wiedersehen

Abschied von Pfarrer Gregor Schmoly

Seit September 2016 durfte ich die Pfarrgemeinde Althofen als Pfarrer begleiten. Nun ist für mich persönlich und für meine Familie eine Zeit des Abschiednehmens. Meine Frau, Pfarrerin Sabine Schmoly aus St. Veit/Glan, und ich wechseln gemeinsam auf eine geteilte Pfarrstelle an die Johanneskirche nach Klagenfurt.

Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, verlassen wir mit Althofen und St. Veit doch unsere ersten Pfarrstellen. Ich wurde in der Christuskirche Althofen von Bischof Michael Bünker ordiniert (Einführung und Segnung in das Amt des Pfarrers), damit bleibt eine besondere Verbindung ein ganzes Leben lang bestehen.

Mit Klagenfurt kehren meine Frau und ich in die Pfarrgemeinde zurück, in der wir getauft und konfirmiert wurden - das sind natürlich besondere Wurzeln. Ein weiterer Grund in unsere Geburtsstadt zu wechseln, liegt am Alter unserer beiden Kinder Sarah und Simon (vier und eineinhalb Jahre). In der Johanneskirche bietet sich die Möglichkeit, für die nächsten Jahre eine Pfarrstelle zu teilen, was uns in dieser wertvollen Phase mehr Zeit als Familie schafft.

Ich bin Gott dankbar, dass er mich auf meinen Wegen hier in der Pfarrgemeinde Althofen begleitet hat. Und ich bin auch der Evangelischen Pfarrgemeinde dankbar, dass sie mich so herzlich aufgenommen, durch die Jahre getragen und unterstützt hat. Ich habe hier viele schöne Momente erlebt und unvergessliche Begegnungen gehabt; auch waren wir gemeinsam mit Herausforderungen und schwereren Zeiten konfrontiert, bei denen ich nie allein gelassen wurde. Mein besonderer Dank gilt hier dem Presbyterium, der Gemeindevertretung, dem ehrenamtlichen Mitarbeiterkreis sowie dem unermüdlichen Einsatz von Kurator Manfred Rießer.

Ich sehe meinen Wechsel nach Klagenfurt jedoch nicht nur als reinen Abschied von Althofen – denn die Evangelischen Pfarrgemeinden in Österreich sind keine voneinander getrennten Inseln. Nur gemeinsam bauen wir an der einen Kirche Jesu Christi. In der Pfarrgemeinde Althofen ist dieser Geist spürbar: viele Ehrenamtliche, in den verschiedensten Ämtern, ermöglichen das Gemeindeleben an den vier Predigtstationen Althofen, Weitensfeld, Friesach und Hüttenberg. Es ist ein Schatz unserer Kirche, weit über die Gemeindegrenzen hinaus, den wir niemals als selbstverständlich nehmen dürfen. Das Evangelium wird gerade so mitten unter uns weitergegeben.


Ich wünsche allen Gemeindendemitgliedern und der Gemeinde nahestehenden Menschen Gottes reichen Segen; und der Evangelischen Pfarrgemeinde Althofen Gottes Begleitung auf all den vielfältigen Wegen!


Pfarrer Gregor Schmoly


Wiedersehen mit Pfarrerin Renate Moshammer

Eine Vorstellung für die Homepage? Na, ja – nicht ganz. Denn im Gegensatz 2018 fühle ich mich nicht mehr so „fremd“ und von „auswärts“, wenn ich über ´s Klippitztörl oder durch Brückl in die Pfarrgemeinde Althofen komme. Die letzte Administration während der Väterkarenz von Pfr. Gregor Schmoly ist mir noch in guter Erinnerung und manches, das mir damals Kopfzerbrechen bereitet hat, ist mir jetzt schon vertraut. Da sind Menschen, auf die ich mich freue und auf deren Mithilfe in der lebendigen Gestaltung der Gemeinde ich nach wie vor zählen kann. Darum blicke ich durchaus auch mit Vorfreude auf die gemeinsame Zeit.

Auch wenn ich natürlich keine/n „ganze/n“ Pfarrer/in ersetzen kann, werde ich mein Bestes geben. Mit Gottes Hilfe und dem guten Willen aller Beteiligten diesseits und jenseits der Saualm werden wir als Evangelische vielleicht sogar mehr zusammenwachsen, voneinander lernen und uns gegenseitig stärken.

Ich möchte wieder fix einen Halbtag pro Woche in Althofen sein und mich auch immer wieder in die Gottesdienste einbringen. Dass ich in Althofen auf so ein starkes Team von Lektoren zählen kann, macht meine Aufgabe leichter. Es zeigt vor allem auch, dass das allgemeine Priestertum, von dem Martin Luther ausgegangen ist, hier gelebt wird. Viele verschiedene Zugänge zur Bibel und zum Glauben werden so sichtbar – ähnlich wie ein Strauß von Wiesenblumen durch die Vielfalt der Blumen lebt.



In diesem Sinn freue ich mich auf eine bunte Zeit in der ich Sie begleiten kann und manches aufblühen sehen werde.

Pfarrerin Renate Moshammer