Andacht zu Psalm 27,5

20 Mar 2020

 

 

 

Aus Psalm 27,5

Der Herr deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes.

 

Und der Text des Neuen Testaments, der dazu ausgewählt wurde (2. Korinther 12,10) 

Darum bin ich guten Mutes, in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.

 

Was für Bibeltexte, im Alten und im Neuen Testament, um heute unseren Andachts Blog auf der Homepage der Pfarrgemeinde zu starten!

Beide Texte geben mir Mut, geben mir Kraft, ich freue mich!

Die Bibel kennt Krisenzeiten, und das nicht so knapp! Das Volk Israel wird im Alten Testament immer wieder bis in seine Grundmauern erschüttert – SEIN Volk weiß was Not und Bedrängnis bedeutet.

Und dann dieser Ruf aus Psalm 27: Der Herr deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes.

 

Schutz suchen auch wir in diesen Tagen, wir halten Abstand voneinander so gut wir können – wo es geht bleiben wir zu Hause. Die Spaziergänge in der Frühlingssonne gehen wir alleine oder im kleinen Familienverband.

Andere wiederum halten mit ihrer Arbeit die Gesellschaft am Laufen.

Wir alle brauchen Kraft und Mut in dieser Zeit.

 

Darum bin ich guten Mutes, in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark (2. Korinther 12,10). 

Dieser Vers ergänzt das Psalmgebet: Der Apostel Paulus hat diese Worte aus dem 2. Korintherbrief in einer Zeit der persönlichen Bedrängnis geschrieben.

Der Apostel spricht von Mut – Mut, wo dieser so dingend gebraucht wird. Er sieht sich selbst gerade dann besonders stark, wenn er schwach ist und Beschwerlichen ausgesetzt wird.

Diese Einstellung von Paulus ist beneidenswert, wie gerne hätte ich selbst diesen Mut!!!

 

Und dann sehe ich woher dieser Mut kommt – denn Paulus schreibt nur einen Vers zuvor: Und Christus hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

Auch ich darf diesen Mut aufgreifen! Dieser Mut war den Menschen schon vor mehreren Tausend Jahren gegeben, ja geschenkt. Er kommt von Gott selbst: Er birgt mich im Schutz seines Zeltes. Dieser Mut ist zeitlos!

 

In diesen Tagen bedeutet das: nicht unvernünftig zu sein, sich falschen Gefahren auszusetzen – in diesen Tagen bedeutet es aber auch, dass Gott selbst mir Mut und Kraft zuspricht! Mut und Kraft, die er selbst bewirkt! Mut und Kraft, die ich dankbar annehmen kann!

AMEN 

 

Gebet:

Mein Gott, deine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

Gerade die letzten Tage haben uns vor Augen geführt, wie verletzlich die Menschheit sein kann.

Aber da bist auch du – in aller Verletzlichkeit, Sorge und Vorsicht bist du da.

Du wendest dich nicht ab, in jeder Stunde unseres Lebens begleitest du uns.

Lass uns das wahrnehmen, deine Kraft in jeder Lebenslage in uns aufnehmen, uns den Mut aus dem Glauben - an dich! - spüren.

All das bitten wir dich, als deine Kirche, als deine Gemeinschaft, verbunden durch deinen Geist und durch deinen Sohn Jesus Christus.

                                                                                                             AMEN

 

Segen:

Unter dem Segen Gottes sind wir miteinander verbunden

 

Der Herr segne dich und behüte dich,

der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sein dir gnädig,

der Herr erhebe sein Angesicht auf dich, und schenke dir seinen Frieden.

                                                                                                            AMEN

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