Fasten - auch außerhalb der Fastenzeit

3 Apr 2019

Nicht mehr lange, dann ist die Fastenzeit zu Ende.

 

Angeregt durch eine Aktion der Evangelischen Kirche in Deutschland („7 Wochen ohne“) möchten wir auch an dieser

Stelle ein paar Anregungen zum Verzicht geben.
„Fasten“ funktioniert auch außerhalb der vorösterlichen Fastenzeit. Beim Fasten müssen auch nicht immer die Kalorien im Mittelpunkt stehen.

 

Hier ein paar ungewöhnliche Empfehlungen fürs Fasten. Sie dürfen auch gerne außerhalb der Fastenzeit ausprobiert und beliebig lange beibehalten werden.

 

Wie wär’s zum Beispiel mit einem ausgiebigen „Sorgenfasten“?

„Sorgen sorgen für noch mehr Sorgen.“ (© Alfred Selacher)
Petrus empfiehlt uns in seinem ersten Brief: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“
Wäre ein ausgiebiges „Sorgenfasten“ nicht eine wohltuende „Entschlackung“ für die Seele?

Sorgen, die nicht unter den Teppich gekehrt und ignoriert sondern unserem Herrn Jesus Christus auf die Schultern gelegt werden.
Dieses „Fasten“ wird nicht nur unsere Tage sondern auch unsere Nächte verschönern.
Denn viele Menschen kennen die leidvolle Wahrheit: „Sorgen brauchen wenig Schlaf“ (© Emmanuel Wertheimer)

 

Sehr zu empfehlen ist auch ein ausgiebiges „Lügenfasten“.
Auch wenn Christen die dicken, fetten und gefährlichen Lügen hoffentlich fremd sind. Die eine oder andere Notlüge oder Halbwahrheit ist uns allen sehr geläufig. Der Verzicht auf solche „Peanuts-Lügen“ könnte auch dem Alltag der Christen ein völlig neues Lebensgefühl schenken.
„Auch Halbwahrheiten sind ganze Lügen“ (© Stefan Schütz)

 

Was würde ein radikales „Aufschubfasten“ bewirken?
„Aufschieben ist ein Versuch, die Gegenwart zu verlängern“ (© Hans-Ulrich Bänziger)
Egal was getan, gesagt, erledigt werden muss: Nicht abwarten, sondern anpacken! Nicht verschieben, sondern erledigen!

Nicht "bald", "gleich", "morgen"..... sondern "sofort"!

Vor allem der geistliche Dienst, das glaubwürdige Bekenntnis, der seelsorgerliche Besuch oder Anruf leiden unter dem bequemen „Aufschieben“. Wenn wir darauf verzichten könnten, unser „Christsein“ wäre viel glaubwürdiger und fruchtbarer.

 

Sehr wohltuend, wenn auch schwer umzusetzen, wäre ein „Angstfasten“.
Kann man einfach beschließen, auf „Angst“ zu verzichten?
„Die Angst vor der Angst treibt dich der Angst in die Arme“ (© Helga Schäferling)
Eine Möglichkeit, auf „Angst“ zu verzichten, liegt vielleicht in dem Satz:
„Angst tötet, Hoffnung belebt“ (© Walter Ludin)
Als Christen leben wir mit einer großen Hoffnung. Wer sich dieser Hoffnung im Blick auf die Nähe, die Liebe und die Gnade unseres Erlösers immer wieder öffnet, wird der Angst die Türen verschließen.

 

Und am Schluss die Empfehlung zum  „Egoismusfasten“
„Liebe verschenkt, Egoismus leiht.“ (© Friedrich Schiller)
Egal wie sich der Egoismus äußert: im Geiz, in der Weigerung, Zeit und Kraft zu teilen, im Wunsch, mehr zu haben und zu scheinen als der Nachbar, im krankhaften Karrierestreben,..... die Freiheit vom egoistischen Alltag schenkt ein befreites Auf- und Durchatmen.

 

All diese „Fastenratschläge“ sind letztlich eine Aufforderung, ein Stück des eigenen Wollens loszulassen, ein wenig auf sich selbst „zu verzichten“.
Im Matthäus-Evangelium Kapitel 16 spricht Jesus: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.“

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