Michel Pankratz - Missionsreise

8 Oct 2018

Bericht 1:

 

Endlich am Schiff!!!

Nach 5 Tagen im Hotel sind wir endlich auf die Logos Hole gewandert.

Es ist toll: Jesus lebt und ist mitten unter uns.

Ein Schiff voller Freude und Nächstenliebe. Herzlich wird man von allen Seiten begrüßt und Willkommen geheißen. 

Jeder wird seiner eigenen Schiffsfamilie zugeteilt, mit der man sich einmal die Woche trifft, um zu beten und um Persönliches auszutauschen.

Es gibt so viele Freizeitangebote, um die Zeit positiv zu nutzten, wie zum Beispiel jonglieren, Fußballspielen, Gebetskreise, Theatergruppen usw.

Die Mexikaner sind sehr begeistert von dem Schiff. Im Fernsehen, Radio und am Titelblatt der Tageszeitung ist der Name Logos Hole zu finden und hören!

In aller Munde ☺.....

Mir wurde von einem Einheimischen erklärt, dass Bücher 450 mxp aufwärts kosten. Das ist hier sehr viel Geld, schon am ersten Tag sind Massen von Schulklassen aufs Schiff geströmt, um Wissen für einen passenden Preis zu bekommen. Ein anderer Ort mit anderer Wertschätzung….

Es ist eine Ehre, hier zu sein. Ich möchte Gott für diese Möglichkeit danken.

Swing Dance machst Spaß und ist mit etwas Übung gar nicht so schwer. Nach 1,5 Stunden schwitzt man ziemlich.

Ich wurde wieder für die Küche eingeteilt. Die Arbeit ist nicht ganz dasselbe, wie ich es gewohnt bin aber das passt mir so eigentlich ganz gut. So verliere ich meinen eigentlichen Fokus nicht.

Gottes Wort und das Gespräch mit ihm, erfüllen mich täglich neu. Unglaublich was der Herr bewirkt. Mit Zufall hat das nichts zu tun. Das ist der Weg, den Gott uns zeigt. Wir können uns endschieden ihn zu gehen oder nicht.

Der Sonntagsgottesdienst war herzergreifend und hat mich persönlich sehr tief getroffen. Heute wurden mir die "Leviten gelesen". Das musste so sein!

Jetzt ist Platz für neues und es kann etwas verändert werden.

Jesaja 31,3: „Der Herr der heilige Gott Israels, hat zu euch gesagt: Wenn ihr zu mir umkehrt und stillhaltet, dann werdet ihr gerettet. Wenn ihr gelassen abwartet und mir vertraut dann seid ihr stark.“

 

 

Bericht 2:

 

Dies ist der Tag den der Herr gemacht, wir wollen uns freuen und Gott dankbar sein.

Wie schön und einfach die Worte sind, so wahr ist die Bedeutung. Es passiert täglich etwas, auf das man nicht vorbereitet ist; - aber mit dem Herrn ein Sieg und eine Bereicherung für die Seele.

Soweit habe ich mich gut integriert. Swing Dance und Streetwork sind zurzeit meine Freizeitaktivitäten. Ich habe die Chancen bekommen, im Gespräch mit einer Mutter dieser die Bibel zu schenken, die auf Englisch war. Wu meiner Freude konnte sie Englisch und das war auch die größte meiner Sorgen: niemanden zu finden, der englisch spricht an diesem Abend. Auch sie ist der Meinung, die Bibel sei das beste Buch. Meine ist es auch.

Ach ja: ich habe zum ersten Mal auf der Straße jemanden nach einem interessanten Gespräch mit spanischer Übersetzerin gefragt, ob ich für ihn beten darf und wir haben dann gemeinsam gebetet!!!!

So powerful !!

Meine Flowersticks sind ein toller Begleiter, und wie gerade eben ergeben sich Möglichkeiten in Kontakt mit Menschen zu kommen, - egal ob Staff Kinder oder Touristen, die am Schiff ihre Runden drehen:  jeder ist begeistert und interessiert. Eines meiner neu entdeckten Talente ist es, toll in "Dramas" mitzuwirken. Das Wort und das Gespräch mit unserem Schöpfer haben eine neue Ebene erreicht. Wir sind in ständigem Kontakt und verbringen viel Zeit miteinander, An diesen Sommer werden wir uns noch lange erinnern.

Hatte eben meinen ersten Connecting day in der Bücherei. Eine spannende Erfahrung: 7000 Gäste in 6 Stunden, hunderte von Fragen in Spanisch, - ein Kampf den ich genossen habe und auch wieder kämpfen möchte.

In der Zeit habe ich Bücher sortiert zurückgebracht, geholfen, dass die Besucher zu ihren Büchern kommen, für Fotos posiert und interessante Gespräche geführt.

Ich bin gespannt auf die kommende Zeit, was mich noch erwartet und welche Herausforderungen sich mir auftun ..... 

 

„Kommt wir gehen auf den Berg des Herrn, zu dem Haus in dem der Gott Jakobs wohnt!

Er soll uns lehren was recht ist und was er sagt wollen wir tun.“

Micha 4,2 

 

 

Bericht 3:

 

Hey, ich bin jetzt schon fast ein Monat in Tampico. Am Dienstag geht's in die nächste Stadt: Coatzacoalcos. Somit ist auch die erste Etappe der Reise vorüber. Der Herr bringt mich durch alle Höhen und Tiefen, er möchte, dass ich meine Ziele erreiche. Aber ohne Fleiß kein Preis!!!

Ich gebe mir alle Mühe, die Regeln des Schiffes und meine eigenen nicht zu brechen, mich zu fügen und mich anzupassen, zu hören, lernen und verstehen, was mir fehlt und wo etwas geändert gehört.

Ich möchte mit einer neuen Einstellung und neu gewonnener Weisheit diese Reise beenden.

Wenn es der Auftrag Gottes ist, werde ich meinen Missionseinsatz gern in seinem Namen weiterführen. 

Das Leben besteht aus Geben und Nehmen. Zurzeit bin ich derjenige, der etwas zu geben hat (was ich schon längst hätte tun sollen. Besser jetzt als nie...).

Ich möchte mein Zentrum auf Gott richten, und auf ihn aufbauen, um Weisheit und Stärke zu erlangen, die mich anders durchs Leben bringt, mir neue Perspektiven öffnet und mich an neue Orte bringt.

Das war für mich die beste Woche mit einem durchgehenden Hoch.
Natürlich kann das nicht immer so bleiben, aber ich halte daran fest, und nütze es als motivatios boost. 

Ich hoffe es geht dir soweit auch gut, und dein Leben schlägt tiefe Wurzeln, in denen du Kraft und Zufriedenheit erhältst.

Wenn es etwas gibt, für dass ich beten kann in deinem Leben, lass es mich wissen. Ich werde es so oft wie möglich mit einbeziehen.

Im Stillen vermisse ich die Extrawurstsemmel die gute Schokolade und den feinen Dialekt unserer stolzen Kultur, aber was Familie und Freundschaft ist, wissen die Menschen in Mexico definitiv besser. Da fehlt es bei uns gewaltig.

Warum? .....Wir haben zu viel von Dingen, die wir nicht brauchen, und daher ist kein Platz für den Nächsten!!!!

„Denn trotz allem, was sie über Gott wussten, erwiesen sie ihm nicht die Ehre, die ihm zukommt, und blieben ihm den Dank schuldig. Sie verloren sich in sinnlosen Gedankengängen und in ihrem Herzen,

denen jede Einsicht fehlte, wurde es finster. Weil sie sich für klug hielten, sind sie zu Narren geworden. 

Römer 1,21-22

 

 

 

Bericht 4:

 

Eine Schiffsfahrt ist lustig, eine Schiffsfahrt macht schwindelig, macht seekrank und deshalb kann nicht arbeiten.

Nach 45 h reiner Segelzeit im Hafen von Coatzacoualcoz eingelaufen....

Ein aufregendes Willkommen von beiden Seiten wurde zelebriert, am Land mit Live Band, Tänzern und vielen Einheimischen, vom Schiff mit Flaggen aller Nationen, Trommeln, Gewinke und Geschrei... 

Eine Stadt, die gefährlich sein sollte. Bis jetzt habe ich noch nichts gemerkt, aber dafür war ich „landkrank“ und beim Auskundschaften hat sich alles bewegt, als wäre ich auf See. Ein komisches Gefühl, und sehr unkontrolliert; - war am nächsten Tag glücklicherweise wieder weg.

Frischen Fisch gibt es 300 m entfernt zu kaufen, zubereitet mit einem Tomaten-Avocado-Havnero-Gemüse, verfeinert mit Koriander, Limette und einer Frucht, dessen Name ich vergessen habe... jedenfalls: super lecker...!!!

Mein Anliegen ist es, in dieser Stadt das Evangelium mit vollem Einsatz und mit Kraft zu verbreiten. Wir sind nur 10 Tage hier, und ich habe den Glauben, dass hier mit der richtigen Einstellung und dem Vertrauen etwas verändert werden kann. 

Ich habe das Gefühl im Inneren im "Vorteil " zu sein.

 

Ich fühle Erfüllung in meinem Leben, Offenbarung der Fragen, auf die ich eine Antwort haben möchte, Einsicht und Erkenntnis, dass ich mehr weiß, als mir anfangs klar war. Somit gibt mir der Herr die Stärke und Liebe, um seinen Plan für mich umzusetzen.

Mir geht es gesundheitlich sehr gut, geistig nähre ich mich mehr den zuvor. Der Körper bekommt 6 Tage vegetarisch, und ist sogar sehr zufrieden damit.

Zwei Freunde habe ich am Schiff, mit denen ich alles plaudern kann, was mir am Herzen liegt: Paul aus Österreich und Johan aus Frankreich...

Das schönste Gefühl ist es, wenn die Liebe die man in die Arbeit und die Zeit steckt, wirklich ohne Kompromisse anerkannt wird. Das macht das Ganze lebenswert. 

 

Frage nicht: Warum war früher alles besser als heute. Damit verrätst du nur, dass du das Leben noch nicht kennst. 

Prediger 7;10

 

 

Bericht 5:

 

10 Tage Coatzacoalcos ....

Die Stadt hat viel Grün zu bieten, - eine phantastische Abwechslung fürs Auge.

Sonst ist nicht viel Aufregendes passiert ...

Der Herr formt mich neu, bricht mich an Stellen, an denen ich nicht wusste, wie verwundbar ich bin. Er kennt mich eben, und das zu 100 Prozent.

In der Bibel finde ich Antworten zu meinen Fragen, gewisse Dinge zeigt ER mir ganz klar und deutlich persönlich. Manches liegt noch verborgen, aber wenn ich dranbleibe, wird Gott mich auch in dieser Hinsicht anhören.

Das Leben am Schiff ist niemals langweilig, was du draus machst ist wirklich deine freie Entscheidung ....

Die letzten Tage habe ich mich mehr meinen Leben und dem Wort gewidmet.

Ich lese die Bibel zum dritten Mal und die Vorstellung zu den Büchern wird immer deutlicher und Aussagen bekommen ihren wahren Sinn.

Stück für Stück werde ich geheilt, meine Gedanken und mein Herz richten sich auf die wichtigen Dinge, auf das, was vor mir liegt.

Ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben, auch wenn der Anfang schwer war ...

Ich habe auch gemerkt, was es bedeutet, wenn man ein Auge fürs Detail hat: dass der Weg und der Plan mit dem Sinn zusammenpassen, nur dann ist es richtig. Und um das zu erreichen, ist die Liebe ein entscheidender Faktor.

 

Wenn es in Mexico regnet dann richtig ... 1,5 min und alles ist durchnass...

Dancing in the rain ☺

Progresso, wir kommen!!!

Die Sabbat Woche startet auch am Donnerstag, Zeit dem Herrn alle Ehre zu erweisen. Dafür wird auch die Arbeit gekürzt. Nicht schlecht oder??

 

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Markus 13,31 

 

 

Bericht 6:

 

Sabbat Woche

Eine Zeit in der man sich erholen kann, eine Zeit, in der man persönlich mit Gott unterwegs ist, eine Zeit, in der man Dinge überdenken kann, sie vor Gott bringt, um Antworten zu bekommen.

Das Leben ist definitiv ein Geschenk, und was man damit macht, ist die freie Entscheidung eines jeden.

Ich bin frei und erfüllt, und möchte noch  mehr davon: mehr von dieser Liebe, die für jeden von uns ist, und uns nicht mehr kostet, als eine lebendige Beziehung zu dem Schöpfer aller Dinge zu haben, und einen Teil unserer Zeit mit dem Lesen der Bibel, dem lebendigen Wort zu gestalten.

 Die Belohnung ist ein erfülltes Leben .... Ich glaube, das wünscht sich jeder.

Wir preisen den Herrn mit allem, was wir tun: bringen wir die Kinder zur Schule, pflegen den Garten, arbeiten an Tagen, an denen die meisten frei haben, unterhalten mit jemanden, der in Sorge ist.

Preise den Herrn mit einem DANKE, denn das Gute kommt von ihm.

In schlechten Tagen: suche seine Nähe, um die Dinge zu ergründen in seinem Wort.

Ja ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch unsichtbare Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch sonst irgendwas in der ganzen Schöpfung uns je von der Liebe Gottes trennen kann, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.

Römer 8, 38-39

 

Das, was der Einzelne tut, greift immer auf die Masse über. Deshalb ist es so wichtig, mit guter Einstellung voran zu gehen. Leicht gesagt, - aber oft sind es die anderen, die die Konsequenzen tragen müssen, der Impuls aber vielleicht von der eigenen Seite kam.

Unsere Eltern Freunde oder Kinder könnte das Leid erwischen. Deshalb: mit sensiblen Schritten überlegt zu handeln, ist von Vorteil.

 

Was für Dinge müssen wir den tun um Gottes Willen zu erfüllen

Jesus antwortete: Gottes Wille wird dadurch erfüllt, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.  Johannes 6, 28-29

 

Das einsehen und das Erkennen unserer Fehler ist ein Schritt zu ihm, und um das ganze Ausmaß der Verfehlung zu sehen, braucht es oft einiges an Zeit.

Dann kann man auch mit reinem Herzen um Vergebung bitten.

 

Ich gebe euch ein neues Herz und ein neuer Geist, ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und schenke euch ein Herz das lebt.

Ezechiel 36, 26

Das ist mein Wunsch und meine Hoffnung und meine Erfüllung 

 

 

Bericht 7:

 

Was für eine Woche ...!!

Mit dem kleinen Gedanken den Countdown zählen zu müssen.

Trotzdem liegt noch genug vor mir, und jeder Tag bleibt eine Spezialität für sich ...

Soweit... How is the ships-life so far? Die Freundschaften gehen tiefer, werden persönlicher und bleiben spannend.

Ich persönlich bin auf einem guten Hoch unterwegs, von dem ich auch nicht runter möchte ...

In der Sabbat Woche war ein Fastentag zur Option. Ich habe ihn genutzt, um Gottes Nähe und Stärke zu spüren, und um Disziplin zu trainieren. Wahrlich ein unglaublicher Tag.

Um 05:00 morgens aufgestanden, leichte Trainingseinheit von 50 min.

Danach eine Runde schwimmen im Meer zur Erfrischung.

Den Tag über habe ich Tee getrunken In der Bibel gelesen. 

Fragebögen zum persönlichen Wachstum im Glauben ausgearbeitet, in einen Gebetszirkel gegangen, der wirklich erfüllend und reinigend war.

Nicht zu vergessen: ich habe den ganzen Tag geschwiegen und keine Unterhaltung geführt ... dabei ist mir aufgefallen, wie wenig man in Wirklichkeit sprechen muss und gewiss überhaupt keine Antwort nötig ist.

Am Abend, 19:30 Beginn der Worship-night: so toll vorbereitet. Der Heilige Geist war diesen Abend bei uns allen. Zum ersten Mal seit 05:00 den Mund geöffnet, um den Herrn mit Gesang zu preisen. Das größte Geschenk für mich war, dass wir auch das Abendmahl an diesem Abend gefeiert haben. Vollkommen und perfekt war dieser Tag für mich, und ich habe mich gestärkter gefühlt, als je zu vor ... Alles ist mit Gott möglich, ganz einfach: er ist mein Vater ich bin sein Sohn ...

 

„Herr zeig mir den richtigen Weg damit ich in Treue zu dir mein Leben führe!

Lass es meine einzige Sorge sein, dich zu ehren und dir zu gehorchen...

denn du bist überaus gut zu mir gewesen; Du hast mein Leben gerettet aus der untersten Totenwelt 

Psalm 86, 11+13

 

Ich bitte um Gebet für mich, und die Zeit nach dem Schiff, dass der Herr meine Pläne segnet, und mir hilft, in seiner Nähe zu bleiben ....

Es gibt vieles, mit dem ich in Mexico abschließen werde und mich gedanklich oder nicht mehr damit quälen möchte.

Ich bin auf Kurs, noch immer und wenn der Wind stärker weht, möchte ich trotzdem die Kontrolle bewahren und mich den Wellen stellen, um zu erreichen nachdem ich strebe, und um mich für die Feuerprobe bereit zu machen.

 

Lass uns erkennen wie kurz unser Leben ist, damit wir zur Einsicht kommen!

Psalm 90,12

 

 

Bericht 8:

 

Eine Woche segeln!!!

5 Tage am offenen Meer. Die Zeit vergeht, die Tage auch. Viele kämpfen mit der Seekrankheit. Rumspazieren ist wirklich anders. Von links nach rechts mit ein paar extra Kurven: wie die Welle so der "Michelle"(Michel)

Mein Körper ist fit und die Wellen tun mir nix...

Am Tag, an dem die Wellen am stärksten waren, bin ich trainieren gegangen = trainieren mit Schwerkraft + für Sekunden leicht wie eine Feder, im nächsten Moment 15 Kilo extra war ein schweißtreibender und interessanter Akt ...,

Im Großen und Ganzen: das Leben auf hoher See ist großartig. Diese Momente, wenn man den Sonnenauf- oder untergang ganz besonders genießen kann, als würde man einen Blick Richtung Himmelsthron erhaschen ...

Ich habe mich für einen Spanischkurs am Schiff endschieden. Etwas spät aber doch zur rechten Zeit wurde er angeboten ... Ich bin mit meiner Beziehung zum Herrn gut unterwegs ich lese täglich die Bibel, gehe zu Worship-Veranstaltungen, Ministry on the Street, Prayer Nights und das Kochen für die ships-company nicht zu vergessen...

Letzte Woche hatte ich auch einen C-day mit 38 Down-Syndrom Kindern/Erwachsenen. Schon wo ich die Email gelesen habe, dass ich da mitarbeite, war ich etwas nervös ... warum? Wusste ich auch nicht ...Es war für mich herzergreifend und irgendwie ein Kampf mit den Tränen, als wir sie durchs Schiff führten. Wir sind trotzdem irgendwie kurz vor dem Ende Freunde geworden und ich war so froh, dass ich diese Möglichkeit hatte.

Wir machen uns Sorgen über den Fleck auf der Hose, ob uns die Person attraktiv findet oder der Rasen englisch fein gemäht ist…. Ob wir gesund sind oder alleine durch den Tag spazieren dürfen, daran denkt niemand. Es ist so selbstverständlich für uns, dass wir nicht bemerken, wie sehr es ein Geschenk ist, dass wir uns selbst die Zähne putzen können und uns niemand den Mund abwischen muss mitten im Essen ....Im Gegenteil: wir versetzten uns manchmal in den Zustand, in dem wir die Kontrolle verlieren, um uns besser zu fühlen (Alkohol, Drogen).

Wenn man sieht, wie diese Menschen alle 4 Minuten einen Anfall haben und die Kontrolle über ihren Körper verlieren, sollte man wirklich beginnen, über sein Leben nachzudenken.

Damit möchte ich sagen. Der Herr hat mich „ausgewaschen“ an diesen Tag. Ich danke ihm dafür. Er hat meine Seele geöffnet an einem Punkt, der mir normalerweise nichts ausmacht, um mich neu zu formen.

 

Es gibt für den Menschen nichts Besseres, als essen und trinken und genießen, was er sich erarbeitet hat. Doch dieses Glück hängt nicht von ihm selbst ab. Es ist ein Geschenk Gottes.

Denn wer hat zu essen oder Grund zur Freude ohne ihn!!!!!

Prediger 2, 24-25

 

mit diesem Vers und den Blick Richtung Sonne …. 

 

 

Bericht 9:

 

Vertrauen

So einfach und doch nicht.

ER wird alles richten und tun, wenn wir in seinem Willen handeln, und uns nicht von unserem Herzen leiten lassen ... Vertrauen!

„Loslassen und ihm folgen“: in den letzten Tagen habe ich das sehr oft gehört

Nicht ich bereite mich vor, Nein ER bereitet mich vor.

Das zu akzeptieren und zu verinnerlichen, kann noch dauern.

Ich arbeite für mich, ich kämpfe für mich, ich lebe für mich,

Ich mache damit mein Leben besser?

Mein Leben wird besser, wenn ich all das für IHN mache. Dann bekomme ich das Leben, das ich mir wünsche, dann kann ich den Ertrag meiner Arbeit genießen, und nicht ein anderer.

Aus dem Vollen zu schöpfen, aus der unendlichen Kraft und Liebe des Herrn.

Diese Welt ist das Tor zur Hölle oder zum Leben. Der Spalt zum Leben ist wahrscheinlich breit genug um hineinzukommen, das Tor in die Hölle, unverfehlbar.

Ich habe den Wunsch mein Leben zu retten, und die Zukunft meiner Familie.

Trotzdem habe ich Sorgen und Zweifel, und würde mich lieber weit von allem entfernen, um mich zu retten, am besten in einer Höhle wohnen, wo mich nichts konfrontieren kann.

Die Antwort ist, dass ich dann mein Ziel verfehlt hätte.

Zu vertrauen, dass ich mit dem Herrn gemeinsam Schulter an Schulter kämpfe, ob ich gewinne oder verliere: ER IST DA.  Wenn ich falle, - er hilft mir auf. Wenn ich gewinne, - er lässt mich nicht alleine und sagt nicht: den Rest schaffst du allein.

Wir sind es mit dem Ego und dem unglaublichen Stolz zu glauben: wir machen das jetzt aus eigener Kraft, was soll den passieren!!!

Er möchte immer das Beste für uns, weil seine Liebe niemals aufhört.

 

„Und weil bei den meisten die Gesetzlosigkeit überhandnehmen wird, wird bei den meisten die Liebe erkalten. Wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, wird gerettet. Die Botschaft vom Reich Gottes wird in der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker sie hören. Dann erst kommt das Ende.“

Matthäus 24, 12-14

 

 

Bericht 10:

 

Panama ist eine Stadt, unvorstellbar groß und riesig, so viele Wolkenkratzer, Luxus und Armut

Haus an Haus gebaut. Eine tiefgründige Geschichte aus der Vergangenheit prägt dieses Land, jetzt findet man hier alles und jeden.

Deutsche, Österreicher, Russen, Chinesen, Immigranten, Einheimische…. einfach alles.

Aber definitiv nicht mehr Mexico. 

Ich empfehle beides gesehen zu haben, - doch Mexico hat mich erwischt, mit diesen Worten ....

Ich könnte noch Tage schreiben, weil ich so viel sagen möchte......

 

„Geschwister, ihr seid zur Freiheit berufen!

Doch gebraucht eure Freiheit nicht als Vorwand, um die Wünsche eurer selbstsüchtigen Natur zu befriedigen, sondern, dient einander in Liebe.“

Galater 5, 13

 

 

Bericht 11:

 

So kommt's 

 

Gott hat für alle einen Plan und seine Pläne sind perfekt, zur rechten Zeit, am rechten Ort zum richtigen Moment.

Unsere Aufgabe ist es nicht, für ihn zu denken, sondern auf ihn zum hören.

Er bügelt unsere Zweifel glatt und zeigt uns was alles möglich ist, wenn man alle Karten auf ihn setzt.  Egal ob du Studierter, arbeitslos oder General bist: der Segen kommt vom Herrn. Du als Mensch bist wertvoll, nicht dein gesellschaftlicher Status. Der vergeht eines Tages von alleine.

Dein Beitrag in der Gemeinde, dein Einsatz für die Menschen in deiner Umgebung, dein Wunsch, dich für Recht und Nächstenliebe einzusetzen, das sind Werte, von denen alle etwas haben.

Es ist auch eine Aufgabe, zu warten und ruhig zu bleiben, bis wir "grünes Licht" bekommen für den nächsten Schritt. Oft sagen wir: Wenn wir bis Tag X nicht die passende Antwort oder Handlung sehen, machen wir es auf unserem Weg. Doch ein paar Tage später hätte es sich von "selbst" erledigt …Mit anderen Worten: man verschwendet wertvolle Zeit und Energie, weil man nicht vertraut oder abwartet …Gottes Pläne sind ohne einen Makel, ein Mensch könnte es niemals so perfekt timen, dass die Dinge “in sich selbst gleiten"

 

„Ich der Herr bewirke alles was geschieht; was ich will, das wird Wirklichkeit. Mein Name ist Der Herr. Wende dich an mich und ich werde dir antworten! Ich werde dir große Dinge zeigen, von denen du nichts weißt und auch nicht wissen kannst. 

Jeremia 33, 2-3

 

Die Gastarbeiter von Panama sind wirklich herzliche Menschen. Locker, lässig, aber einen starken Glauben. Ich war an zwei Sonntagen in zwei verschieden Kirchen .... wirklich: man fühlt sich wie zu Hause, als wir man da jeden Sonntag....

Das Wetter: Wir sind in der Regensaison gekommen, - extrem schwül und viel Regen ☺.

Mein erster Eindruck von Panama war nicht so berauschend, doch mit den Menschen, die ich kennen gelernt habe, hat sich das gelegt.

Achja, -   fast vergessen: in (jetzt fast 10 Jahren) Gastgewerbe-Erfahrung ist es mir noch nie passiert, dass, wenn ein Menü für 120 Personen fertig vorbereite ist und auch angerichtet, die Meldung kommt, es wurde storniert!!  Thaaaat Moment 😱 naja die Schiffscompany hat sich auch sehr gefreut ...

 

„Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus geht das Leben.“

Sprüche 4, 23

 

 

Bericht 12:

 

Diese Woche hatte es in sich:  von 05:00 Uhr morgens bis 12:00 am Abend Programm, Programm (die einfachste Beschreibung).

Wieder einmal habe ich meinen Aufgabenbereich unterschätzt ...

Dekoration der Prayernight ... hat sich so angehört als wäre es easy. Dass es das Bild und die Atmosphäre ausmacht, habe ich nicht so ganz bedacht.

Und dass man ein kleines Zeitfenster hat, weil die Veranstaltung zuvor später fertig wird 😀. An diesem Tag hatte ich viele Herausforderungen mit allen möglichen Schwierigkeitsgraden.

Wie schön, dass ich etwas gelehrt habe in all der Zeit. Denn schon nach dem ersten Wecker hat mein Herz doppelt so schnell, geschlagen, weil ich wusste, was heute ansteht.... Und ich dachte: WIE soll denn das heute klappen...????

"Pfffff!!! Herr alles liegt in deiner Hand. Wenn du da bist, und ich meinen Tag in deine Hände lege wird das klappen. Ich hoffe, du hilfst!!!"

Der Herzschlag wurde ruhiger, und der Tag wurde aus der Kraft des Glaubens und Vertrauens erfolgreich beendet. 

(Und die Deko war Hammer: Thema waren die 4 Jahreszeiten des Lebens)

C day = dieser Tag, an dem man Projekte unterstützt, wie eine Kirche bauen, mit den Down-Syndrom-Kids eine Schiffsführung etc.

Doch auf eine Insel mit einem Motorboot zu fahren, wo 12 Strohhäuser stehen, und die Kinder dort auch eine eigene Schule haben, das war echt speziell!

Wir haben dort ein kleines Programm von 1,5 Stunden für Kinder gehabt. Die werden uns nicht vergessen und wir sie auch nicht....

Der Clou and der Geschichte: der C day wäre somit vorbei gewesen...Danach wurden wir gefragt, ob wir nicht helfen wollen, für heimatlose Menschen Essen zu verteilen. Wir waren soooo müde aber 3 von uns haben ja gesagt!! +ich ....

Der Part von Panama, wo es nicht schön ist, wo es nicht sauber ist, wo es nicht so angenehm riecht, wo die Leute keine schöne Kleidung tragen…. Dort durften wir im Namen des Herren Crèma (Haferbrei) verteilen.

Ich kann nicht sagen warum, aber erst wenn man solche Arbeiten einmal selber gemacht und erlebt hat, erkennt man, wie gut es einem geht. Immer und immer wieder aufs Neue!!!!

Gepriesen sei der Herr. Denn was er uns zeigen will, ist mehr, als wir uns nach 5 Tagen nachdenken vorstellen können.

Wenn du mir nicht glaubst melde dich für das nächste soziale Projekt (christlich) in deiner Nähe und spüre es selbst.

Ach ja der Witz ist: die andere Hälfte ist im Stau gestanden für 2 h 😂

Ich war also doppelt froh, mich für Mehrarbeit entschieden zu haben.

 

„Herr bring uns wieder zurück zu dir, damit wir uns wieder zu dir hinkehren!

Lass es uns ergehen wie in früheren Zeiten und gib uns neues Leben!

Oder hast du uns ganz verstoßen? Soll dein Zorn nie ein Ende nehmen?“ 

Klagelieder 5, 21-22

 

Dank dem Herrn läuft alles nach Plan. Also passieren die Dinge in seinem Willen, sonst würde es mir nicht so gut gehen...

Vor ein paar Tage habe ich mit Johan darüber gesprochen: wir arbeiten so hart, 6 Tage die Woche. Nicht zu vergessen: die meisten sind für 1 oder 2 Jahre am Schiff, und das auch noch gratis!!! Wenn da nicht eine größer Macht im Spiel ist die, die Arbeit so bereichert und erfüllt, dann habe ich auch nicht mehr Worte parat...

Ich möchte mich auch mal bedanken für alle Art der Unterstützung: im Finanziellen, im Gebet, in Gedanken oder wenn meine Mails dir weiterhelfen.

In 2 Tagen verlassen mich meine Freunde der step tampico group

i will miss them ... 

Doch im Himmel sehen wir uns wieder zum Lobpreisen und dienen unseres gemeinsamen Gottes 

 

 

 

 

Bericht 13:

 

Alles neu! ...nur frisch!?

 

Die Zeit ist gekommen, um Adios zu sagen zu meinen Step-Freunden

Am Dienstag hatten wir noch alle gemeinsam Frühstück und einen gemeinsamen Abend, an dem wir in Erinnerungen und Erfahrungen geschwommen sind, Erlebnisse und Momente geteilt haben.

Der Anblick der leeren 10 Mann Kabine macht einen wirklich traurig, auch die Stille...Ich darf nämlich in der Kabine bleiben und bekomme 9 neue Brüder, ist auch nicht gerade die leichteste Last in emotionaler Hinsicht.

Allgemein ist es etwas ruhig geworden am Schiff, die neuen Stepers kommen, 80% wechseln die Abteilungen in denen sie arbeiten. Somit fast dieselben Leute doch in verschieden Gruppierungen.

Die Stimmung ist trotzdem angespannt, neue Herausforderungen und Aufgaben für alle.

Gestern haben wir erfahren, dass einer der leitenden Personen (guter Freund aus Nepal) die Reise aufgrund von Visa-Problemen ein Monat früher beenden muss. Wirklich schade, aber wie immer gibt es auch einen höheren Grund für all das: Wachstum und Vertrauen auf den EINEN.

Gott hat mir definitiv ein glückliches Gemüt gegeben, und das wird in diesem Monat für Hilfe und für positive Energie sorgen.

Nebenbei bin ich noch dabei, mein Spanisch anzukurbeln. Wird zwar noch dauern, doch auch ein robustes Hause braucht seine Zeit.

Diese Woche hat es in sich: 6 tage arbeiten, kein c day, wir sind zu wenig Leute. Wenn wir die Gastarbeiter nicht hätten, wäre das ein glatter Untergang. Wir zeigen ihnen täglich unsere Dankbarkeit, und im Gegenzug bekommen wir frische Früchte oder ein ganzes Abendessen gesponsert. Ein wundervolles Geben und Nehmen.

Am Montag segeln wir los: Guatemala, mein letzter Hafen, den ich mit der Logos Hope ansteuere. Noch einmal 4 Tage auf hoher See genießen, alle Momente und Eindrücke, Erfahrungen, tief im Herzen verankern und das Allerbeste aus der Zeit machen. 

Danke für diese Chance, danke für meinen Weg in diesem Leben.

So soll es sein, so soll es bleiben.

Ich möchte trotzdem anmerken, dass ich mich diese Mal aufs Heimkommen freue, und bereit bin mich dem Kommenden zu stellen.

Mein Ziel ist es, die Früchte meiner Arbeit zu genießen, den Segen zu empfangen und auch damit zu leben, den Plan Gottes durchzuführen, und nach seinen Wünschen und Regeln zu leben. 

So viele tolle Menschen, so viele starke Eindrücke: diese Reise ist ein Geschenk. Mit diesen Erlebnissen und Erfahrungen hat Gott mir gezeigt, wie gut es ist, alles für ihn aufzugeben, denn er gibt dir Stück für Stück mehr zurück, als du brauchst und Besseres, als du dir selbst erarbeiten kannst!

Ein Missionar zu sein ist ... erlebe es selbst!

 

„Trennt euch von allen Verfehlungen! Schafft euch ein neues Herz und eine neue Gesinnung

Ezechiel 18,27

 

 

Bericht 14:

 

Challenge Guatemala 

 

Mit drei Tagen Verspätung sind wir endlich wieder auf hoher See!!

Es gab Probleme mit den Maschinen, die zum Glück schnell gefunden und auch behoben wurden.

Das Lustige war: wir durften das Schiff in den letzten Tagen auch nicht verlassen, weil wir schon den Stempel für die Ausreise bekommen hatten, und somit offiziell nicht mehr im Land waren 😃.

Das wunderschöne tiefe, endlose Blau des Meeres zu genießen, das Schaukeln des Schiffes, die immer wider kommende Seekrankheit (nie bei mir) …. Der Mangel an frischem Wasser ist neu ...

Vier Tage hohe See, umgeben von Wasser ohne Ende, aber am Schiff haben wir zu wenig ... „Gemeinsam riechen“ ist das Motto, einmal am Tag 1 Stunde fließend Wasser, um Zähne zu putzen muss reichen die nächste Zeit.

Erinnert mich auf ein Festival, und da machen die Leute das freiwillig. Deshalb mach ich mir keine Sorgen da ich davon nicht sterbe. Kaffeemaschine aus, Waschstraße in der Küche aus, ein kleiner Vorteil. Köche sind früher fertig, Plastikgeschirr kommt in den Müll, nur Metallgeschirr darf mit Bedacht gewaschen werden.

 

Ich persönlich hatte die letzte sechs Tage Anfechtungen und Kämpfe in meinen Träumen, immer ein Thema …… So wollte mich der "Feind" zu Boden bringen, und zurück in die Dunkelheit zerren. Glaube und Gebet haben mich von meinem Leiden befreit, und mich wieder friedlich träumen lassen.

 

Sechs Uhr morgens: der Arbeitstag war für mich still und ich habe einen schweren Rucksack mit mir rumgeschleppt, der mir die Freude und Lust geraubt hat.

Ich kann nichts ändern, außer zu vertrauen, weiter für das Gute beten und mit dem Beispiel vorangehen, Ordnung und Gerechtigkeit vertreten, das Böse wird nicht gewinnen!

Daraufhin habe ich nach der Arbeit mein Spanisch-Vokabel-Buch in die Hand genommen, um zu lernen, meinen Tag nicht zu verschwenden-.

Ernstfall:  Familien-Dinner, Prayer-night, Workout! deep talk with a friend, kurz nach Mitternacht vierter Gang chinesische Nudelsuppe (Klassiker) …

Damit möchte ich klar machen, dass der heilige Geist mir auch den Rucksack abgenommen und mich den ganzen Tag begleitet und durchströmt hat ... wir haben den Sieg somit gefeiert, mit dem Nicht-zurückfallen-lassen, Nach-vorne-schauen….  das Kreuz ist vor mir, die Welt ist hinter mir! Der Wecker geht trotzdem in viereinhalb Stunden ab ...

Alles für den Herrn. Er wird mir die Kraft für den neuen Tag geben, darum mach ich mir keine Sorgen.

Und so war es auch + die zweite Tasse Kaffee am Morgen. 

Wenn man sich dem Richtigen unterordnet, sind die Ressourcen unbegrenzt.

 

„Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott!

Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand!“ 

Jesaja 41,10 

 

 

 

Bericht 15:

 

Langsam geht's heim...

 

Wie soll ich diese Woche sagen?

Am Montag haben wir einen Ausflug nach Antigua gemacht.
Um ehrlich zu sein, - der entspannteste Tag in den drei Monaten. Die Luft ist dort etwas kühler, vergleichbar mit Österreich. Somit bestes Klima zum Spazieren, Shoppen, Fotos machen und natürlich Essen.

In diesem Ort sind sie sehr auf den Europäischen Standard ausgerichtet. 

Urban Big-City-Design, kleine Läden, aber super cool wie in Berlin...

WLAN und Englisch ein Standard.

Endlich wieder mal eine Speisekarte mit vegetarischer, gesunder Auswahl.

Für mich gab's einen Avocado Salat mit Sonnenblumenkernen, Radieschen und Gurken, dazu Tacos, gefüllt mit Spinat und Käse: ganz was Feines!!! 😊

Das Tolle war: ich habe eine Truppe von vier jungen Schweizern getroffen, mit denen ich kurz geplaudert habe, und ihnen erzählen konnte, von wo ich komme, und was ich mache. Ich habe ihnen auch erklärt, dass sie in der Schweiz auch einen OM Stützpunkt haben und wo sie sich anmelden können ...

Mit dem Bus zwei Stunden zurück über "Buggel"-Straßen. Besseres gibts hier nicht. Es gibt hier mehrere aktive Vulkane. Einer davon ist vor einer Weile ausgebrochen. Die Lava hat eine gewaltige Macht. Wenn man die Natur sieht, wie viel und wie tief die Umgebung zerstört wurde, schaut man selber blöd aus der Wäsche.

Die Tage darauf fühlte ich mich schwer und nicht bereit für Konfrontation mit dem Tag, der Gedanke, sich zu verabschieden, Grußkarten zu schreiben, das ist mit zu viel emotionaler "Tamtam", doch der Herr hat etwas nachgeholfen, um bei mir etwas Luft rauszulassen! Wie? ...mit einem kleinen aber nicht ganz ungefährlichen Verletzung in die Hand mit einem Messer (ich würde unabsichtlich „gepikst“). Das hat mir 3 Tage Krankenstand eingebracht. In der Zeit habe ich im Auftrag unserer F&B-Managerin meine Video-skills genutzt und eine Präsentation des Speissaals gemacht. Somit Arbeit für die Küche aber nicht in der Küche.

Soweit war die Woche ruhig, einen Freund habe ich noch ins Krankenhaus begleitet (aufgrund eines starken Ausschlages auf den Händen). Während der Fahrt haben wir vom Pfarrer ein Glaubenszeugnis gehört: in drei Monaten alles verlieren, - Auto, Haus, Geld, die Frau verlässt ihn (er war besessen vom GELD und wollte nicht hören, dass Gott einen Plan mit ihm hatte).

Er sagte „Nein, jetzt nicht, ich habe Geschäfte zu machen das ist wichtiger“.

Es hat ihn alles gekostet, unter anderem fast sein Leben, doch das Bild seiner Tochter hat ihn umdenken lassen, um sich nicht selber zu erschießen.

Einen letzten Punkt wollte ich nicht erwähnen, - aber warum nicht? Gestern habe ich 2,5 Stunden vorm Port, wo die Besucher auf den Bus warten, Müll gesammelt...

Gehört auch dazu!

 

„Aber ich warne euch: Wenn ihr den Herrn euren Gott, vergesst und hinter anderen Göttern herlauft, wenn ihr sie anbetet und ihnen dient, werdet ihr unweigerlich zugrunde gehen.“

5. Moses 8,19 

 

 

Bericht 16:

 

Bis zum Ende und noch viel weiter

 

Part I

In den letzten Tagen am Schiff war ich etwas krank mit einer leichten Grippe. 

Ich wurde nochmal gefordert und getestet: der letzte Arbeitstag hatte es auch in sich.

Es gab Chicken-nuggets mit Pommes, eine Besonderheit am Schiff. An diesem Tag hatten wir aber auch viel andere Speisen, die wir zu verbrauchen hatten, bevor sie schlecht wurden. Somit gab es kein Limit, wie viel man nehme darf.

Dazu kam es, dass das neue Team den ersten gemeinsamen Lunch mit dem Rest der Crew hatte. Alle waren super hungrig, nach 30 min war alles leer 😰.

Die danach kommen, bekommen das, was zu verbrauchen ist ...

Ich war bei diesem Lunch der foodwatcher (Buffetbetreuer) und durfte 200 Mal erklären, dass die Chicken-nuggets aus sind ... Nicht alle sind darauf gut zu sprechen 😑 ... Damit sage ich: das hat sich wieder etwas wie in einem "echten" Unternehmen angefühlt: stressig, Gäste, die übers Buffet herfallen, lange Gesichter, leicht schnauzige Antworten, aber alles halb so schlimm.

Zum Abschluss gab's eine „Taufe“ wie für jeden. Kleiner Unterschied: Für Leute die länger am Schiff sind mit einem höheren Grad der Verbundenheit, werden die „Taufen“ verfeinert mit kleinen Spielereien wie Essensreste oder anderen kreativen Ideen. Meine war auch sehr herzhaft, um es so zu nennen ...

Ein schöner Abschluss, beste Erinnerungen an die beste Zeit meines Lebens. 

Abschied und lebe wohl, sehen uns bald wieder. Gebete, Fotos, so viele Gespräche an den letzten Tagen, Erfüllung mit Frieden….

Lateinamerika werde ich vermissen, die Menschen und die Kultur, aber am meisten die neu gewonnenen Freunde am Schiff...

Ich kann nur Danke sagen!

 

Mit Jono von Südafrika geht's nach Guatemala-City, eine Nacht in ein Hotel am nächsten Morgen endlich nach Hause!

Fast... ich wollte irgendwie die Flugzeiten nicht verstehen jedenfalls habe ich deshalb meinen Flug nicht genommen ...die Arbeit danach sehr aufwändig und schwierig: alles per Telefon und teils schwer zu verstehen…. aber ja, auch geschafft... Flug umgebucht, wirklich und exakt das letzte verfügbare Geld verwendet, um das wieder Gerade zu biegen.

Warum habe ich mir gedacht!? Aus welchem Grund..!?

Als ich aus dem Flughafen Gebäude raus bin ist kurz darauf ein Mann aus Amerika aus dem Bus ausgestiegen. Er hat einen speziellen Eindruck auf mich gemacht, ich bin mit ihm in ein Gespräch gekommen und er hat mir erklärt er sei "Heiler" und hatte gerade 12 Ayahuaska-Sitzungen unten gemacht...

Ich habe ihn dann von meiner Heilung erzählt und welche Art der spirituellen Erlebnisse Gott mir gezeigt hat. Ich habe mit ihm gebetet und hoffe, Gott wird zu ihm sprechen ....

Das Nächste: ich war noch immer am Flughafen, hatte keinen Plan wohin wie oder was !?... kein Geld nix ...10 Quezals mein Budget, eine halbe Flasche Fanta gab ich einem Straßenjungen, der so nett gefragt hat, da konnte ich nur ja sagen ...

Da stellte sich ein älterer Mann neben mich, eigentlich sehr schön gekleidet, gepflegter Eindruck, tolles Englisch. Wir haben uns über 1 Stunde über alles Mögliche unterhalten, auch über Gott und den Glauben. Als ich ihn fragte ob er eine Bibel hat, zögerten er kurz und sagte ja, aber nur ein neues Testament….

Ich kramte kurz in meinem Koffer und gab ihn meine Spanische Bibel als Stärkung und hoffentlich zukünftige Erfüllung.

Er und seine Frau verkaufen Lutschen ... sie brauche 2 Stunden, um mit dem Bus zu ihrer "Arbeit " zu fahren, mit 60 bekommt man eben keinen echten Job mehr, mit anderen Worten: sie leben am Limit, ich habe auch für ihn gebetet.

Danke Papa für deine schnelle und großartige Hilfe, mir ein Hotel zu buchen. Dorthin zu kommen war ein Erlebnis!

Der Bus hat mich für 2 Quezals und der Hilfe einer Dame ans Ziel gebracht.

Was denk ihr jetzt bei Bus? Eben an einen Bus ... oder an ein Vehikel, das aus Metall, Blech, Schrauben und Holz besteht, das zum dritten Mal am schrottplatzt war und wiederverwendet wurde. Alles hat gewackelt, es war so laut, der Motor war halb im Bus, la speciale soy de Guatemala. Ich glaube auch, dass die anderen Gäste + der Busfahrer sich gefragt haben, was ich hier mache...

 

Part II

...Endlich again: Check-in .. davor kurz mit Mario (dem habe ich die Bibel gegeben) gesprochen. Auf nach Atlanta.

Das Krasse war, ich habe kurz mit einer Frau gesprochen, weil die Lautsprecherdurchsagen für die Katz sind, und ihr von meinen letzten Tagen erzählt. Darauf hin hat sie mir etwas Geld zugesteckt, um zu überleben... (nicht wenig)

Sie sagte, dass es ihr einmal Ähnlich ergangen ist. In Frankreich, ……

 

Danke Herr für deine Genialität im Detail und deine unangreifbare Liebe und deinen Segen. AUCH WENN DER PLAN FÜR MICH NICHT PERFEKT ERSCHEINT, WIR ERFÜLLEN DEINEN PLAN NICHT UNSEREN.

Herr du bist so wahrhaftig, nichts kann dich zerstören, du bist der Löwe und das Lamm, der Grund und die Antwort, der Sieger und der Frieden.

Deine Liebe ist unermesslich und grenzenlos, wir sind es nicht wert, aber du gibst jedem von uns jeden Tag eine Chance, weil du uns so gemacht hast wie wir sind, dein Gesetz und deine Anweisungen sollen den höchsten Stellenwert für uns haben, der Rest legt sich wie ein Fächer darum herum.

 

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