Gedanken zur Urlaubs- und Ferienzeit

8 Jun 2015

(Der nachfolgende Text wurde gefunden in: http://www.kirchenkreis-hagen.de/andacht.php?id=102)

Der Sommer hat begonnen und damit beginnen in diesem Monat auch die Sommerferien. Für ganz, ganz viele Menschen – jung und alt – die wichtigste Zeit des Jahres. Denn es ist für sie die Zeit des Urlaubs.
Urlaub haben ist "Unbekümmert und sorglos sein", so könnte das Empfinden vieler Menschen beschrieben werden, wenn sie das Wort Urlaub hören.
Urlaub – das ist frei sein: 
frei sein von Terminen und äußeren Zwängen, 
frei sein von Betriebsamkeit und Pflichten, für Berufstätige auch von Beruf und Uhr, 
frei sein von Sorgen, Problemen und Streit.

Urlaub – das ist Zeit haben: 
Zeit haben füreinander und für sich selbst,
Zeit haben für die Familie, die Kinder und Enkelkinder, die Ehepartnerin, den Ehepartner,
Zeit haben, die Natur zu erleben, das Meer, die Seen, die Berge, die Blumen und den Wald, andere Länder und Kulturen.

Urlaub – das ist Zeit haben fürs Nichtstun: 
einmal sein zu lassen, was uns sonst in Atem hält,
einmal unbekümmert und sorglos sein,
einmal den Alltag hinter uns lassen. 

Und doch gelingt es uns im Urlaub nicht immer, sorglos zu sein. Wir werden schnell entdecken: Der Alltag geht mit uns, die Sorgen und Schwierigkeiten hören nicht auf mit dem Packen unseres Koffers. 

Sorglos und unbekümmert sein kann nicht nur, wer weiß, alles ist versorgt, alles ist wohl verwahrt: 
Sorglos und unbekümmert sein kann, wer vertrauen lernt, anderen, sich selbst und Gott, unserem Vater: 
Sorglos und unbekümmert sein kann, wer entdeckt, dass jeder Tag ein Geschenk ist, Gottes Geschenk an uns, jeder Urlaubstag, jeder Sonntag und auch jeder Werktag. 
Sorglos und unbekümmert sein kann, wer zu lernen bereit ist, jeden Tag als Geschenk aus Gottes Hand zu nehmen, gleich, was der Tag bringen mag, und wer zu lernen bereit ist, den Tag wieder zurückzulegen in seine Hände, mit allem, was er gebracht hat, mit allem, was gut und was schlecht war an diesem Tag. 
Sorglos und unbekümmert sein kann, wer weiß, ich bin versorgt und bin behütet. Nicht alles hängt allein an mir, andere sind neben mir und um mich. Ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand. 

Urlaub haben ist darum auch: Gott suchen, sein Wirken erspüren in dem, was ich erlebe, ihm mein Leben anvertrauen, von seiner Hilfe leben und ihm danken. 

In den Psalmen des AT findet sich ein Wort, das Ihnen und mir zuspricht, wirklich unbekümmert und sorglos sein zu können:

Er hat seinen Engeln befohlen über dir,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
dass sie dich auf Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.
Ps. 91, 11

Dass Sie das für sich entdecken oder wieder neu erfahren, dass dieses Bibelwort – oder auch ein anderes – Sie begleiten möchte auf all Ihren Wegen, das wünsche ich Ihnen besonders für Ihren Urlaub. 

Arthur Stenzel, Pfr. i.R.

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