Großer Adventbasar - der letzte (?)

 

24 Jahre haben wir nun, jeweils am Samstag vor dem 1. Advent, das Kulturhaus Althofen bevölkert. Aufgebaut wurde immer am Tag davor, eingeleitet durch die sogenannte „Keksprozession“, bei der heuer wieder 115 kg Kekse dekorativ gemischt und abgepackt wurden. Es folgt der Aufbau des Flohmarkt- und Antiquitätenbereichs, des Basarcafés, der Tische mit Bastelwaren, Adventskränzen etc., der Büchertische (neu und alt)   und die Ausstattung der Bühne als Verkaufsraum für Möbel. Nach solch langer Zeit läuft manches fast automatisch, jede/r kennt die notwendigen Abläufe und Zuständigkeiten.

Mit einem lachenden (immerhin dürfen wir uns wieder über ein gutes Basarergebnis freuen) und einem weinenden Auge nehmen wir heuer nun höchstwahrscheinlich Abschied von dieser Groß-Form unserer Basararbeit, durch die vor allem die Frauen viel zur Anschaffung und Erhaltung unserer Kirchenräume beigetragen haben, aber auch, wie heuer, unsere Sozialarbeit mit finanzieren.

Der Stadtgemeinde ist es in Zukunft nicht mehr möglich, uns die Räumlichkeiten kostenfrei zu überlassen, und die treuen Mitarbeiter  werden älter: - der jährlich doch auch recht anstrengende Basar-Marathon kann ihnen nicht mehr zugemutet werden.

Viele treue Basarmitarbeiter werden uns, gerade auch wegen ihrer Einzigartigkeit, in Erinnerung bleiben, so z.B. Fr. A. Wetzlinger , die sich (nicht nur) bei unserem ersten „Stallbasar“ vor 31 Jahren in Gut Landbrücken verdient gemacht hat.

Frau Anni Fuchs, die viel zu früh von uns gegangen ist, hat in ihrer burschikosen Art die Anfänge dieser Arbeit mit erlebt und immer wieder vergnüglich kommentiert.

Herr und Frau Kostial, die uns wiederholt durch ihre höflichen Umgangsformen als liebevolles Ehepaar zum Vorbild wurden, haben bis ins hohe Alter die Anliegen unseres Basars mitgetragen.

Vor Augen steht uns auch der auf der Antiquitätenseite eingesetzte Herr Presbyter Erich Löffler mit seiner breit gefächerten handwerklichen Begabung.

Hoch erfreut war unsere Männerriege jeweils über das Erscheinen unseres inzwischen verstorbenen Ehrenkurators Fritz Steinhauser, der neben Friesacher „Antiquitäten“ für Bier und Verpflegung sorgte.

Schmerzlich vermisst haben wir heuer unsere liebenswerte Frau Martina Rothenpieler als Keksverkäuferin und die bis zuletzt engagiert-interessierte offene Marlies Englert bei der Adventskranzpräsentation.

Einige Mitarbeiter waren diesmal durch Krankheit verhindert, glücklicher Weise wurden die Lücken beim Verkauf durch Nachrückende gefüllt.

So blicken wir nun zufrieden und dankbar auf einen langen Zeitraum zurück, in dem das Projekt „Adventsbasar“ uns bewegte, aktivierte und zusammenschweißte (insgesamt 32 Jahre, davon 24 im Kulturhaus Althofen. Für die Zur-Verfügung-Stellung dieses bestens geeigneten Lokals sei an dieser Stelle den Verantwortlichen der Stadtgemeinde Althofen sehr herzlich gedankt!).

Bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft neue Wege erschlossen werden, die unsere kleine Pfarrgemeinde in ihren dringenden finanziellen Bedürfnissen zu unterstützen geeignet sind.

S.D.G (soli Deo gloria)

 

/ Inge Freund /

 
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